... falls man lediglich die Hände und Füße bewegt, kann man auch gleich Tanzen üben. So wird man niemals die wahre Bedeutung des Karate verstehen!

Gichin Funakoshi, Karate-Do-Nyumon

Hartes Training hat sich gelohnt

Nach langen, durch Corona bedingte Trainingspausen, stellten sich 22 Karateka der Herausforderung den nächsten Gürtel zu erwerben. Um an der Prüfung teilnehmen zu können, hatten die Prüflinge in den vergangenen Monaten besonders hart und intensiv trainiert.

Die Prüfung begann mit einem Fitnesstest, danach mussten die Prüflinge ihre erworbenen Fähigkeiten in den Pflichtdisziplinen Kihon (Grundschule), Kata (Formenlauf) und Kumite (Kampf) beweisen. Prüfer Jürgen Wacker, 4. DAN überreichte den glücklichen Prüflingen die Urkunden, sowie die neuen Gürtel und lobte alle für ihre sehr guten Leistungen.

 

Herauszuheben ist die Prüfung von Mia Neumann. Die 12-Jährige, die vor sechs Jahren mit dem Karate in Bebra begonnen hat, legte die Prüfung zum dritten Kyu (dem ersten braunen Gürtel) ab. Sie musste sich zusätzlich noch in der Selbstverteidigung und der Kata-Bunkai beweisen, d.h. es galt Angriffe nicht nur abzuwehren, sondern den Angreifer auch unter Kontrolle zu bringen. In der Kata-Bunkai musste sie die Selbstverteidigungstechniken der Kata Tekki Shodan mit Partner demonstrieren. Dies ist umso höher einzustufen, da Kata-Bunkai in anderen Stilrichtungen erst zu Schwarzgurtprüfungen geprüft wird.

"Täter suchen Opfer" - Teil 2

"Täter suchen Opfer, keine Gegner" - Teil 2.

Am 7. Mai fand unser zweites Selbstverteidigungs-Basis-Seminar statt. Nach Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Jürgen Wacker ging es gleich ins Eingemachte.  Die erste Trainingseinheit bestand aus der Wiederholung des Erlernten aus dem vorherigen Seminar. Großer Wert wurde hierbei auf die Schutzhaltung, eine starke Körpersprache verbunden mit einer klaren und lauten Stimme gelegt. Auch das Erkennen und insbesondere Vermeiden von Gefahrensituationen wurde wiederholt.

In der zweiten Trainingseinheiten wurde der richtige Einsatz des Körpers in der SV unterrichtet. Hier gilt der Grundsatz immer mit Vorwärtsdruck zu arbeiten. In den weiteren Trainingseinheiten wurden das präventive sowie das reaktive Agieren auf einen Täterangriff erarbeitet. Als Abschluss wurde die Abwehr von sechs typischen Straßenangriffen, einschließlich des Würgens mit zwei Händen trainiert. Straßenangriffe haben das Ziel, das Opfer durch physische und auch psychische Gewalt wehrlos zu machen. Die Ausbilder legten großen Wert darauf, dass hier nicht die Technik entscheidend ist, sondern das sofortige, dauerhafte zur Wehr setzen. „Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist und man sich aus der Situation sicher zurückziehen kann“, so einer der Ausbilder.

Im September wird dann ein Wiederholungsseminar der ersten beiden Seminartage stattfinden, um das Erlernte zu festigen. Danach sind weitere aufbauende Seminare geplant.

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Gijutsu yori shinjutsu.
Die Kunst des Geistes kommt vor der Kunst der Technik.

Gichin Funakoshi, Begründer des modernen Karate

Die nächsten Termine:

02. Juli in Bebra

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